PARODONTOLOGIE

Bei einer stark ausgeprägten Parodontose (medizinisch Parodontitis) kommt es zu
einer Vermehrung von Entzündungsgewebe an den Zahnhälsen, welche zu einer Auflösung des Kieferknochens („Knochenschwund“ oder Knochenabbau) und damit letztendlich zum Zahnverlust führt.

Diese Vermehrung von Entzündungsgewebe
kann verschiedene Ursachen haben:

  • schlechter Zusammenbiss der beiden Kiefer (Fehlbiss)
  • Überbelastung oder Fehlstellung von einzelnen Zähnen
  • unzureichende oder falsche Mundhygiene
  • Risikofaktoren (z.B. Rauchen) können den Prozess beschleunigen


Der Schwund des Knochens durch die Parodontitis kann durch eine Parodontosebehandlung (auch manchmal Zahnfleischbehandlung genannt) meist nur gestoppt aber nicht rückgängig gemacht werden. In ausgewählten Einzelfällen ist es möglich, den abgebauten Knochen durch gesteuerte Knochenregeneration wieder aufzubauen.

Therapie

Am Anfang steht in der Regel die Beseitigung von Plaque und Zahnstein sowie von harten Ablagerungen unterhalb der Zahnfleischgrenze (Konkremente). Die Wurzeloberflächen werden nicht nur gereinigt, sondern auch geglättet. Dies geschieht mit Küretten (speziell geformten Handinstrumenten) und mit ultraschallbetriebenen Geräten. Spülungen mit antibakteriellen Mitteln können dazu beitragen, das Bakterienwachstum zu kontrollieren.

Nach dieser ersten Behandlungsphase wird das Ergebnis überprüft und gegebenenfalls korrigiert. Sind sehr tiefe Zahnfleischtaschen von > 6mm vorhanden, kann es erforderlich sein, die Taschen chirurgisch zu behandeln.

Die beste Parodontalbehandlung nutzt nichts, wenn nicht durch eine entsprechende Prophylaxe (vorbeugende Maßnahme) sichergestellt wird, dass keine Rezidive (Rückfälle) mehr auftreten. Darüber hinaus kann eine sinnvoll durchgeführte Prophylaxe auch im vornherein das Auftreten einer solchen Parodontalerkrankung verhindern.